Joy!

by Wayne Graham

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about

Wayne Graham ist die Band zweier Brüder. Sie heißen Kenny und Hayden Miles und stammen aus Whitesburg, einem ehemaligen Bergbaustädtchen im Südosten von Kentucky. Im Herbst 2016 ist „Mexico“ erschienen, ihre erste europäische Release, bereits ihr viertes Album insgesamt. Über den nun erscheinenden Nachfolger “Joy!” will man eigentlich gar nicht so viele Worte verlieren. Jeder, der “Mexico” gehört hat, weiß wie großartig diese Band ist. Dass das noch viel zu wenige Menschen waren, ist auch offensichtlich.
„...traditionell zurückhaltend und bodenständig instrumentiert, aber dennoch so smart, schlank und gut geschrieben, dass Wilco, Sparklehorse und der Gottvater Gram Parsons als Referenzen herhalten müssen. [...] Diese Empfehlung ist zwingend.““ (INTRO (10/16))
“Modern Appalachian music at its best. A huge album that insists on careful appreciation.” Americana UK (9 out of 10): 
„Ein Country-Sound, der klassisch und zugleich progressiv klingt, in jedem Fall aber betörend" (Jan Freitag - Freitagsmedien)
„Joy!“ knüpft genau dort an. Die beiden schreiben fantastische Songs, teilweise ganz wortwörtlich über Nacht, an denen andere monatelang feilen müssten. Sie sind virtuose Musiker und clevere Produzenten ihrer selbst, aber sie bleiben dabei stets sachlich, fast nüchtern. Eine Doktrin, die wohl einerseits auf ihre Helden zurückgeht - Leute wie J.J. Cale oder der auf dem Album zitierte, jüngst verstorbene Don Williams, vor allem aber John Prine, der - genau wie Sänger Kenny Miles - vor seiner Musikkarriere als Postbote im ländlichen Kentucky unterwegs war. Andererseits liegt jene höfliche Dezenz ganz sicher auch in ihrer Erziehung begründet. Die beiden sind in einer ebenso gläubigen wie musik-


begeisterten Familie aufgewachsen. Ihr Vater hat einst in ihrer Heimatstadt eine Kirche gegründet in der die beiden Brüder – damals gerade acht und 13 Jahre alt – ihn regelmäßig bei Gottesdiensten an Schlagzeug und Bass begleiten.
Nichtsdestotrotz erweitert das neue Album ihre Farbpalette um ein gutes Stück. Der Opener „On My Throne“ rollt überraschend bluesig und bitter politsch aus Lautsprechern (“I’m better off than I deserve | I’m full of war but I never had to serve”) und auch das treibende, textlich so schön verrätselte „White Rose“ hat man so nicht kommen sehen. „Mit „Toyman“ findet sich ein erstes Instrumentalstück, das das Album in zwei Hälften unterteilt.
Zudem ist „Joy!“ so etwas wie ein transkontinentales Bandalbum. Die einzigen Musiker neben den beiden Brüdern sind Multi-Instrumentalist Ludwig Bauer und der Gitarrist Johannes Till, die auf den Touren zu „Mexico“ unter anderem auf dem Orange Blossom Festival ihre Backing Band bildeten und in Dresden zu einigen der neuen Songs Aufnahmen machten.
„Joy!“, so erklärt Kenny Miles, sei auch das erste Album der Brüder, das entstand während sie an unterschiedlichen Orten lebten (Whitesburg, KY und Nashville, TN) und doch gleichzeitig ihr kollaborativstes. Nie zuvor hätten sie beim Songwriting stärker die Ideen des anderen weitergesponnen. Vor allem aber steuert Hayden Miles, eigentlich Schlagzeuger in der Band, zwei eigene Songs bei, die das Alternative Country-Terrain gleich gänzlich verlassen. Fragile, leise Indiepop-Songs wie ein tastendes Ausloten ungeahnter Möglichkeiten.
„Don Williams“ beschreibt sein Stöbern in unbeschrifteten Kassetten aus dem Nachlass ihres früh verstorbenen „papaws“ Wayne (der Bandname setzt sich übrigens aus den Vornamen beider Großväter zusammen). Darauf zu hören waren Predigten, die Stimmen von Freunden und Verwandten und auf circa jeder dritten Kassette: der namensgebende Country-Songwriter.
„Here“ ist wie ein Spaziergang durch eine postapokalyptisch anmutende amerikanische Kleinstadt, in der sich keine Spuren mehr von dem vielen Geld finden lassen, was dort noch vor nicht allzu langer Zeit mit dem Kohleabbau verdient wurde. Zivilisationsschrott, der in den Vorgärten herumliegt, Leere und Landflucht. “At the foot of a small town’s mountain | resting high above their eager eyes | black from the money that they’ve earned here | seeing no return while they get high”
Fragt man Sänger Kenny nach ihrer Herangehensweise an das neue Album bekommt man eine Antwort, die den Songs darauf nicht unähnlich ist – Understatement und doch nie ohne Poesie:
„I think the only boundaries that ended up being pushed were our vulnerabilities.  It is a somewhat bare record, musically and lyrically. […] Although we don't set out to give voice to an otherwise inexplicable aspect of being alive at this time in history, the songs end up serving that purpose for me. They are memos to myself for later, documenting what it felt like to persist and move forward.”

credits

released July 18, 2018

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K&F Records Dresden, Germany

Das Dresdner Label K&F Records kommt ursprünglich aus der Singer/Songwriter-Ecke, knarzt, rummst und klackert aber in letzter Zeit immer wieder von ganzem Herzen.

K&F Records is primarily in the Singer-/ Songwriter business. Still it also likes the full band swing. It has an office in Dresden, Germany, in which everyone is working the nightshift.
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